Vertrauensvolle Kommunikation mit E-Mail-Bomben?
Wie soll man als Journalist oder Blogger auf Pressemitteilungen am besten reagieren, wenn diese viele Kommunikationsregeln außer acht lassen? Ich erhielt heute ein Anschreiben, das ganz typisch beginnt:
"Durch Zufall bin ich heute auf Ihre Homepage bzw. Ihren Blog gestoßen. Ich finde Sie sehr unterhaltsam und interessant. Vielleicht habe ich ebenfalls etwas für Sie."
(…)
Anschließend gibt es einen kurzen verlinkten Produkthinweis und den folgenden Abbinder, der mich nachdenklich werden ließ:
"Bitte verzeihen Sie, dass ich womöglich Ihren E-Mail Account sprenge – doch finde ich Ihre Page so interessant und wollte etwas Input anbieten."
Das war ein netter, höflicher Versuch, allerdings zeigt er, wie schwierig es ist, die richtige Ansprache gegenüber Bloggern und Journalisten oder anderen Influencern zu wählen. Auf diese Weise konnte jedenfalls keine vertrauensvolle Kommunikation entstehen. Schließlich kann man sofort nach einem Blick auf den PR Blogger erkennen, mit welchen Themen ich mich in der Regel beschäftige. Das angepriesene Produkt passte noch nicht einmal annähernd in diese Kategorie. Schon der erste und der letzte Satz hätten jeweils für sich genommen genügt, um mich einfach zum Löschen der E-Mail zu veranlassen.
Mit welcher PR-Ansprache haben Sie als PR-Agentur/ Pressesprecher die besten Erfahrungen gemacht? Oder welche "Bomben" haben Sie als Blogger erhalten?
Klaus Eck
